Lebensmotto: der Kategorischen Imperativ
Mit einer Wärmepumpe vermeiden sie kalte Füße

Schimmel, ob weiß, ob schwarz oder, warum sind Keller so häufig von Schimmel betroffen?

Welche Sporen Sie mit Karton Schuhen oder Ähnlichem ins Haus getragen haben, sie verweilen bei Ihnen im Keller. Sie bleiben dort, bis sie den geeigneten Nährboden an schwach belüfteten Stellen finden. Meistens sind das Ecken oder die Bereiche hinter Regalen oder Schränken, abgestellte Kartons oder Möbel. Dort können sie sich dann vermehren.

Die eine Ursache für Schimmel in der Wohnung gibt es nicht. Vielmehr kann es viele Gründe für einen Schimmelbefall geben. Manchmal treffen auch mehrere gleichzeitig zu.

Wichtig ist, dass der Schimmel nicht nur oberflächlich entfernt wird, sondern dass die Ursache gefunden wird. Erst wenn der eigentliche Auslöser des Befalls bekannt ist und abgestellt wurde, kann man dauerhaft schimmelfrei leben.

Kennen Sie den Begriff der Kondensationsfeuchte?

Als physikalische Kondensation wird der Übergang eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Zustand bezeichnet. Eine Eigenschaft von warmer Luft ist, sie kann sehr viel Feuchtigkeit, Wasser aufnehmen. Je wärmer es ist, desto mehr Feuchtigkeit befindet sich in der Luft. Bei der Kondensationsfeuchte geht demnach die Feuchte der Luft in Wasser über. Sie schlägt sich nieder, oder es fällt aus.

Kondensationsfeuchte tritt auf Grund der starken Temperaturdifferenzen zwischen warmer Luft und kühleren Flächen auf. Trifft warme Luft auf kalte Oberflächen, wird sie kühler und kann ihre aufgenommene Feuchtigkeit nicht mehr halten. Die Feuchtigkeit setzt sich als Wasser auf den Oberflächen nieder.

Ihr kaltes Glas mit ihrem Lieblingsgetränk beschlägt und Wasserperlen bilden sich daran und bilden Ringe auf dem Tisch. Je wärmer, meist im Sommer, desto mehr Feuchte in der Luft.

Genau das selbe passiert an einer kalten Kellerwand.

Häufig beginnt nämlich die Schimmelbildung im Keller in den Sommermonaten. Durch fehlerhaftes Lüften gelangt nun warme feuchte Luft ins Haus. Die Luft dringt auch in den Keller, wo die sich abkühlende Luft das Wasser nicht mehr halten kann. Im Sommer sollten die Fenster daher nur nachts oder in den frühen Morgenstunden geöffnet werden.

Warum sind Keller so häufig von Schimmel betroffen?

Eine weitere Ursache sind aufsteigende Feuchtigkeit. Undichtigkeiten entstehen durch schlechte oder defekte Isolationen. Luft kann von undichten wärmeren Räumen in kältere eindringen und Feuchtigkeit fällt aus. Noch eine Ursache ist unzureichende Lüftung und Heizung. Wasserschäden können durch Rohrbrüche oder von außen eindringendes Wasser entstehen.

Da Kellerräume meist unbewohnt, also gering beheizt werden sind dort niedrigere Temperaturen als im restlichen Gebäude vorhanden. Daher sind die Kellerwände mitunter kälter als die in den belebteren Teilen des Gebäudes. Wenn nun warme Luft in die Kellerräume strömt, kann diese an den kälteren Kellerwänden kondensieren. Somit lagert sich auf ihnen Feuchtigkeit ab und Schimmelbildung ist vorprogrammiert. Gerade an zugestellten und daher nicht belüfteten Wandflächen, wie hinter Schränken oder dicht beladenen Regalen.

Keller, gerade von älteren Häusern, sind oft die Problemkinder im Haus. Problemkinder deshalb, da Keller unverhältnismäßig oft von Schimmel betroffen sind. Schimmel ist in Kellern deshalb so häufig, da dort die Temperaturen niedrig und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Zudem wird dort meist nicht ausreichend gelüftet. Auch sind Kellerwände auf Grund des falschen Nutzungsverhalten der Bewohner oder baulicher Mängel, häufig feucht. All diese Faktoren sind optimale Wachstumsbedingungen für Schimmel. Denn wenn eine hohe Feuchtigkeit vorherrscht, lassen Schimmelpilze meist nicht lang auf sich warten. Schimmel macht den Keller unbewohnbar. Zudem stellt Schimmel eine echte Gefahr für die Gesundheit der Bewohner dar. Er gefährdet auch die Bausubstanz der Immobilie.

Besonders tiefgelegene, ungedämmte Kellerräume bieten ein großes Schimmelrisiko.

Was ist der Echte Hausschwamm?

Im Keller kommen verschiedene Schimmelarten vor. Der Hausschwamm ist ein Pilz, der in erster Linie holzzerstörend wirkt, und daher ein deutliches Gefahrenpotenzial für Gebäude bedeutet. Er bevorzugt ein feuchtes Milieu, das nicht zu kalt ist. Er ist auf zellulosehaltige Materialien angewiesen, wie Tapete, Papier, Stroh, Spanplatten und Holz. Beim Echten Hausschwamm handelt es sich um einen Oberflächenpilz mit einem bräunlichen, weiß randigen Fruchtkörper. Bei starkem Befall lässt sich das Holz mit der bloßen Hand eindrücken. Bei starker Zugluft kann das Mycel des Hausschwamms absterben.

Per Definition gehört der Echte Hausschwamm nicht zu den Schimmelpilzen. Er ist jedoch als bedeutender Materialzerstörer bekannt. Im Keller ist er immer wieder ein Thema.

Was muss bei einem Befall mit Hausschwamm beachtet werden?

Dieser Pilz ist Hauptverursacher für Schwammbefall an Gebäuden, der als schwerer Baumangel meldepflichtig ist. Ein solcher Befall muss grundsätzlich fachmännisch beseitigt werden. Durch Gutachter ist das Ausmaß des Hausschwamms festzustellen. Entsprechende Sanierungsarbeiten sind in jedem Fall von Spezialisten umzusetzen. Der Echte Hausschwamm hat die besondere Fähigkeit, auch über anorganischem Material wie Putz oder Mauerwerk zu wuchern. Bei einer Holzfeuchtigkeit von 35-60 % wächst der Hausschwamm im Keller perfekt. Sein Temperaturoptimum in der Raumluft liegt bei 18-22°C, bei über 26°C stellt er sein Wachstum abrupt ein.

Welche Maßnahmen können sie bei Schimmelbefall selbstständig durchführen?

Eine Maßnahme, welche Sie selbstständig ergreifen können, ist die vom Schimmel befallenen Objekte wie z.B. Umzugskartons oder Möbelstücke aus dem Keller zu entsorgen. Diese Vorgehensweise hilft, eine großflächige Schimmelausbreitung zu vermeiden. Denn diese Objekte aus organischem Material bieten dem Schimmel ideale Wachstumsnährstoffe. Ein weiterer Grund, warum Sie schimmelige Gegenstände unverzüglich aus Ihrem Keller entfernen sollten, ist dass zu nahe an Wänden bzw. auf dem Boden stehende Objekte den Schimmelpilz an Wände und Böden weitergeben können. Dadurch kann sich Schimmel großflächig ausbreiten.

Handelt es sich um einen oberflächlichen Schimmelbefall unter 0,5 m², können Sie diesen mit z.B. Alkohol (oder Mittel die selbst Fachunternehmen nutzen wie Jati oder Mellerud) selbstständig entfernen. Beachten Sie dazu unbedingt bestimmte Sicherheitsmaßnahmen, wie z.B. das Tragen von Handschuhen oder eines Mund- Nasenschutzes.

Die Wohnung richtig Lüften

Dass regelmäßiges Lüften wichtig ist, wissen die meisten Menschen.

Richtiges Lüften hilft, ein gesundes Raumklima zu schaffen. Sauerstoffarme Luft wird dabei durch frische ausgetauscht. Auch der Bildung von gesundheitsgefährdenden Schimmelpilzen wird durch Lüften vorgebeugt. Wer lüftet, sollte jedoch darauf achten, nicht übermäßig viel Heizenergie zu verschwenden.

Für eine gesunde Umgebung in den eigenen vier Wänden ist regelmäßiges Lüften wichtig. Generell gilt: Stoßlüften ist sinnvoller. Fenster sollten nicht auf Kipp gestellt werden. Fenster sollten nicht über einen längeren Zeitraum hinweg offenstehen lassen. Gerade in der kalten Jahreszeit geht dabei unnötig viel Energie verloren. Besonders schnell tauscht sich die Luft aus, wenn gegenüberliegende Fenster geöffnet sind.

Je nach Jahreszeit dauert der Luftaustausch bei geöffneten Fenstern unterschiedlich lange. Je größer der Temperaturunterschied zwischen der Luft innen und außen ist, desto schneller geht es. Im Winter reicht kurzes Stoßlüften von fünf Minuten. Im Sommer kann etwas längeres Lüften von bis zu einer halben Stunde erforderlich sein. Sie sollten mindestens zwei-, besser dreimal am Tag lüften.

Expertentipp: Richtig lüften in Neubauten

In neuen Häusern kann eine hohe Luftfeuchtigkeit ein besonders großes Problem darstellen. Das kommt besonders häufig vor, wenn Neubauten in Massivbauweise errichtet worden sind. Häuser in Leichtbauweise sind in der Regel weniger stark betroffen. Die Wände sind, unter anderem durch Putz und Estrich, noch feucht. Stellen Sie in solchen Fällen sicher, dass die hohe Luftfeuchtigkeit nach außen entweichen können. In Neubauten sollte noch häufiger gelüftet werden als in älteren Bauten. Meist dauert es bis zu zwei Jahre, bis sich das Level der Luftfeuchtigkeit in einem Neubau normalisiert hat.

Richtig lüften: Die Luftfeuchtigkeit in Räumen gering halten

Zeigt das Stoßlüften
Young woman opening window in living room

Wie einzelne Räume in der Wohnung oder dem Haus optimal gelüftet werden, hängt von ihrer Nutzung ab. Entscheidend ist, wie hoch die Luftfeuchtigkeit ist.

Penetrante Gerüche wirken sich stark auf die Raumluft aus. Sie sollten sofort abziehen können. Lassen Sie sie im Raum bei geöffnetem Fenster und geschlossener Tür abziehen. Andernfalls setzen sie sich leicht in der ganzen Wohnung fest.

Besonders feucht wird es in Küche und Bad, wenn gekocht oder geduscht wird. Die dabei entstehende Feuchtigkeit sollte durch ein weit geöffnetes Fenster möglichst unmittelbar entweichen können. Falls es kein Fenster gibt, lassen Sie die Feuchtigkeit durch eine offene Tür entweichen. Verwenden Sie eine Lüftung oder entfernen Sie die Feuchtigkeit mit einem Abzieher von den Duschwänden, um den Raum zu trocknen. In Räumen mit Fenstern sollte die Tür beim Lüften geschlossen bleiben. Dadurch verteilt sich die feuchte Luft nicht in den übrigen Wohnräumen.

Ebenfalls für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgt das Trocknen von Wäsche in der Wohnung. Wenn möglich, sollte Wäsche deshalb nicht in Wohnräumen getrocknet werden. Wer keine andere Möglichkeit hat, sollte gezielt stoßlüften, damit die zusätzliche Feuchtigkeit entweichen kann.

Ein Schlafzimmerfenster, das nachts gekippt ist, ist oft sinnvoll. So findet ein steter Austausch der Luftmassen statt. Auch die Schlafqualität kann durch die frische Luft erhöht werden. Tagsüber braucht das Zimmer dann nicht mehr gelüftet werden. Wer das Fenster nachts zu lässt, sollte morgens stoßlüften.

Auch die Temperatur der Räume spielt eine Rolle, wenn es um die Vermeidung von Schimmelpilzbildung geht. Gerade im Winter ist es risikoreich, Heizkosten sparen zu wollen. Schimmel hat in ausgekühlten Räumen leichtes Spiel, die Feuchtigkeit schlägt sich leichter an den Wänden nieder. Um Schimmel zu verhindern, sollten alle Räume ähnlich temperiert sein.

Hier eine kleine Orientierungshilfe, welche Temperatur und welche Luftfeuchtigkeit in welchem Zimmer die beste ist:

Optimale Feuchtigkeitsgehalt bei entsprechender Temperatur in den Zimmern. www.en-eff.de

Richtig lüften im Winter

Gerade, wenn es draußen kalt ist, mag ein gekipptes Fenster angenehmer sein als ein weit geöffnetes. Für einen gründlichen Luftaustausch sind gekippte Fenster jedoch nur bedingt geeignet. Sie sind auch in Hinblick auf den Energieverbrauch problematisch, besonders, wenn gleichzeitig geheizt wird. Außerdem kühlen die Flächen rund um das Fenster aus, was Schimmelbildung bedingen kann. Falls ein Fenster über einen längeren Zeitraum gekippt ist, sollte die Heizung heruntergestellt werden, um Energieverlust zu vermeiden.

Den Keller richtig lüften

Kellerräume sind sehr anfällig für die Entstehung von Schimmelpilzen. Das richtige Lüftungsverhalten ist deshalb entscheidend. Da im Keller insbesondere im Sommer häufig wesentlich niedrigere Temperaturen herrschen als draußen, ist es kontraproduktiv, Kellerräume tagsüber zu lüften. Wenn warme Luft in den Keller eindringt, kann der Temperaturunterschied zur Bildung von Schimmelpilzen führen. Schimmel im Keller erkennt man zum Beispiel an einem muffigen Geruch. Besser ist es, früh morgens oder am Abend stoß zu lüften. Im Winter kann auch tagsüber gelüftet werden.

Hilfsmittel zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit in Räumen

In manchen Fällen ist es schwierig, die eigenen Räumlichkeiten ohne weitere Hilfsmittel ausreichend zu lüften. Das kann durch die Bauweise des Hauses, das Geschoss der Wohnung oder den baulichen Zustand bedingt sein.

Eine Möglichkeit in solchen Fällen stellen Luftentfeuchter dar. Die Geräte senken die Luftfeuchtigkeit in dem Raum, in dem sie aufgestellt sind. Auch Außenluftdurchlässe (ALD) können hilfreich sein. Sie ermöglichen einen permanenten Luftaustausch. Die Möglichkeit eines Außenluftdurchlasses ergibt sich jedoch lediglich bei Neubauten oder aufwendigeren Sanierungen.

Woher kommt denn ihre hohe Luftfeuchtigkeit?

Eine Frage mit der sie sich ständig befassen sollten, während sie ihr Schimmelthema angehen. Auch wenn nach Reinigung und Entfernung der offen sichtbaren Problemfälle kein neuer Befall zu sehen scheint. Sie könnten noch einen Hygrometer installieren (meist hat jedes Digitale Thermometer auch eine Hygrometer- Anzeige (die mit „%“)). Sie sogar einen Luftentfeuchter aufgestellt haben. Ist ihr eigentliches Problem eventuell noch nicht gelöst.

Warum haben sie so eine hohe (mehr als 65%) Luftfeuchtigkeit im Keller?

  • Wann wuchs der Schimmel, im Sommer oder Winter?
  • Trocknen sie ihre Wäsche im Keller?
  • bzw. haben sie einen Trockner dessen Abluft nicht nach außen (defekt) führt?
  • Lagern sie ihre nassen Schuhe, Sportkleidung oder Schwimmbekleidung nach dem Training bzw. Handtücher, Ski und ihre Schuhe oder ähnliches?
  • wo überwintern ihre Pflanzenkübel?
  • dringt Feuchtigkeit durch die Mauer ins Innere?
  • dringt eventuell Feuchtigkeit durch Kapillareffekte von außen, unten, im Mauerwerk nach oben?

Es gibt Fachbetriebe die sich auf die Entfeuchtung von Kellern spezialisiert haben. Sie können im Internet mit ihrer Suchmaschine einen Fachbetrieb finden. Dieser Betrieb kümmert sich darum, wenn sie keine Antwort auf ihre hohe Luftfeuchtigkeit im Keller haben.